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Mehr Abwechslung - Die besten Songs aus 4 Jahrzehnten

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40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog

Carsten vom Mehr Musik Feierabend will es wissen: Wie fühlt es sich an, 40 Tage ohne Zucker zu leben? Bis Ostern will er genau das durchziehen. Wie es ihm dabei geht, lest ihr hier in seinem Blog:

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog

01.04 Kein Aprilscherz – die Waage spornt mich an!

Wisst ihr, was die beste Motivation für mich ist, durchzuhalten? Der Erfolg! Insgeheim hab ich vor meinem Zuckerfasten natürlich schon gehofft, dass sich auch beim Gewicht was tut und ich kann jetzt schon nach etwas mehr als zwei Wochen sagen, dass ich – ohne zusätzlich Sport zu machen und ohne zu hungern – 3,2 kg auf der Waage verloren habe und es fühlt sich sehr gut.

Mit diesem Wissen und dem gute Gefühl fällt es mir natürlich auch nicht mehr so schwer, den Zuckerattacken meiner Kollegen zu widerstehen. Ende letzter Woche kam ich in die Redaktion und was lag auf meinem Platz – eine große Tüte KitKat und weitere Süßigkeiten.

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Dann bin ich in die Senderküche, um mir einen Kaffee machen und was steht da? Ein Zitronen- und ein Apfelkuchen - mit diesen Leckereien hat sich ein Praktikant von uns verabschiedet.

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Für mich aber derzeit wie gesagt tatsächlich kein Problem. Denn durch den Erfolg auf der Waage und mein allgemeines Wohlgefühl fällt es mir überhaupt nicht schwer, diese Dinge links liegen zu lassen. Somit hab ich auch keine Angst vor der bevorstehenden Osterzeit.

Was mich Ende der letzten Woche noch sehr gefreut hat. Julien, ein 14 jähriger Teenager aus Ebersberg hat sich bei mir gemeldet und mir erzählt, dass er sich bereits seit zwei Monaten nahezu zuckerfrei ernährt. Auf einmal habe es ihn überkommen und er wollte einfach mal versuchen ohne Süßigkeiten zu leben und auf Dinge zu verzichten, die extrem viel Zucker enthalten wie z.B. Kuchen, Marmelade etc. Und auch Julien hat schon gemerkt, dass es ihm gut tut. Bei ihm zeigt es sich bei der Haut, die sei besser geworden, sagte er mir. Gerade bei Teenagern ist sowas natürlich gut zu sehen.

Allerdings, so Julien weiter, könne er nicht auf Nudeln mit Tomatensauce verzichten. Wenn da jetzt noch 5 % Zucker drin sind, dann wäre das zwar nicht schön, aber darauf möchte er nicht verzichten. Das kann ich gut verstehen. Das ist aber auch wirklich einfach was Gutes!



Mittwoch, 27.03

OK, ja, natürlich, es musste ja so kommen. Das Dublin Wochenende war wie erwartet feucht fröhlich und an einem Abend war es dann nach Bier uns Whiskey so weit. NACHTHUNGER ATTACKE!!! ALARM!!! Und zu später Stunde sind meine Frau, unsere Nachbarn und ich dann noch in einen Pub eingefallen, der noch was zu essen hatte. Leckere Nachos mit Käse überbacken und jede Menge Sauce (MIT Zucker) drauf. Aber es musste sein. Rein damit!

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Danach hatte ich zwar ein schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber, aber ich war satt. Am nächsten Morgen hab ich dann gemerkt, dass es wirklich keine gute Idee war, denn in meinem Bauch ging es richtig rund und ich hatte tatsächlich beim Frühstück auch einen Heißhunger auf Dinge, die ich in meiner Zuckerfastenzeit nicht essen darf bzw will. Dieses Gefühl war eigentlich schon weg, jetzt durch meinen Fehltritt aber gleich wieder da. Verdammt. Wie Anastasia schon zu mir sagte, das ist wie bei den harten Drogen, man will gleich wieder mehr! Wahnsinn!

Aber jetzt habe ich mich wieder im Griff und habe auch beim Frühstück und den übrigen Mahlzeiten wieder alles zuckerfrei zu mir genommen.

Ich muss jedoch sagen, es war fast wie ein Neuanfang vom Zuckerfasten... Nun haben wir mittlerweile Mittwoch und es läuft wieder rund. Gott sei Dank! Denn ich bin ja erst in der dritten Woche der Fastenzeit, es liegt noch einiges vor mir. Wo vor ich komischerweise keine „Angst“ habe, das ist die süße Osterzeit. Süßigkeiten machen mir tatsächlich nichts aus. Das ist schon mal richtig entspannend!

Gestern habe ich noch eine Nachricht von einem 14 Jährigen TOP FM Hörer bekommen, der bereits seit zwei Monaten auf Süßes verzichtet. Nicht so streng wie ich, er sagt selbst, wenn in der Tomatensoße ein Rest an Zucker drin ist, dann ok, aber er verzichtet komplett auf Süßigkeiten, also auf den offensichtlichen Zucker. Find ich klasse. In meiner Sendung werde ich ihn in den nächsten Tagen mal interviewen, wie es ihm mit dem Zuckerverzicht geht und was seine Freunde dazu sagen.

Wir hören uns! Mo bis Fr von 15 bis 20 Uhr auf TOP FM!



Freitag, 22.03.

Zuckerfrei in Dublin (fast so schön wie Schlaflos in Seattle)

Endlich ist er da – der langersehnte Trip nach Dublin. Alles ganz spontan im Oktober zusammen mit den Nachbarn beim Bier beschlossen und gebucht. Damals war ja noch nicht dran zu denken, dass ich in der Fastenzeit auf die Idee kommen würde, mich zuckerfrei zu ernähren. Aber gut, man braucht schließlich Ziele und Herausforderungen, sonst wäre es ja langweilig.

Schnell morgens noch meinen mittlerweile heiß geliebten Porridge zuhause gegessen, die Kinder schulfertig gemacht – nachher übernimmt Oma die Aufsicht. Okay, meine Frau und ich sind uns eigentlich im Klaren, dass vielleicht doch eher die Kinder die Aufsicht über Oma übernehmen, aber wir fühlen uns besser, wenn noch jemand über 18 im Haus ist, zumal die direkten Nachbarn ja nicht da sind. Haha!

Pünktlich am Flughafen gewesen, die A99 war gnädig mit uns... Flug, alles super, alles pünktlich...

Hallo Irland, hallo Dublin! Für mich tatsächlich das erste Mal. Durch meine Zeit Anfang der 2000er als Formel 1 Radio Reporter habe ich ja wirklich schon alle Kontinente und viele Länder und Städte gesehen, aber Irland ist neu.

Gestern habe ich mich auch noch mal bei Anastasia Zampounidis schlau gemacht, was den Alkoholkonsum angeht, denn wie schon mal geschrieben. Dublin ohne Bier, das ist wie... Ihr wisst schon.

Die gute Nachricht ist, fast alle Biersorten sind im Prinzip zuckerfrei. Hochprozentiger Alkohol genauso – einem Besuch in der berühmten Jameson Destillerie steht somit auch nichts im Weg. Dennoch ist natürlich vorsicht geboten, denn das sind eine Menge Kalorien, aber die sollen beim meinem Zuckerfasten nicht im Mittelpunkt stehen.

Der Alkohol könnte mir allerdings dennoch zum Verhängnis werden – denn wer kennt es nicht. Nach ein paar Gläsern stellt sich irgendwann der Heißhunger ein, meist mitten in der Nacht – wer von euch hat dann nicht schon mal die Dönerbude im 2 Uhr nachts gestürmt, sich bei einem der einschlägigen Schnellrestaurants ein paar Burger geholt oder am heimischen Herd noch mal ne schöne Portion Spaghetti gemacht? Der heimische Herd ist nicht da, nachts haben dann meist wie erwähnt nur die Fast Food Läden auf und das heißt: Zuckeralarm – die süßeste Versuchung seit es Guiness Bier gibt...

Schaffe ich, dem Stand zu halten, trotz kleinem oder größerem Schwips? Es wird eine Bewährungsprobe. Immerhin, da wir in Irland sind, gibt es auf jeden Fall Fish & Chips. Die Pommes dürften zur Not zuckerfrei sein. Bei der Panade vom Fisch kann man sich da leider schon wieder nicht sicher sein.

Es ist wirklich unglaublich, dass die Industrie das süße, weiße Gift (ich höre mich schon richtig militant an) überall rein schüttet. Doch ist es nicht so? Zucker ist de facto ungesund. Nicht nur für die Zähne, sondern auch für den Körper. Dennoch wird das Zeug überall reingemischt. Eines meiner Lieblingsbeispiele: Wiener (Geflügel-)Würschtl. Warum ist da minimum Dextrose (Traubenzucker) drin? Ich behaupte, dass es auch ohne Zucker schmecken würde. Also, was soll das? Ich glaube, ich muss mich in der nächsten Woche noch mal mit einem Nahrungsmittel Fachmann oder einer Fachfrau unterhalten. Dieses Thema will nicht in meinem Kopf rein. Eiscreme, Pudding, Kuchen – ja, logo, da verstehe ich den Zucker. Aber Würschtl? Etwas Herzhaftes sollte doch ohne auskommen. Oder der Tiefkühlspinat, den ich hier schon mal im Blog erwähnt habe, das ist noch so ein Beispiel.

Da kümmere ich mich nächste Woche noch mal drum.

Jetzt muss ich aber Schluss machen, weil meine Mannschaft, sprich meine Nachbarn und meine Frau schon angezogen neben mir stehen... Also, auf geht’s! Ab in den ersten Pub in Dublin!

Zuckerfrei in Dublin – here we go! Cheers!

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 6

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Wenn ihr euch auch mehr mit dem wirklich spannenden Thema auseinander setzen wollt, dann empfehle ich euch an dieser Stelle wirklich noch mal das Buch von Anastasia Zampounidis. Seit langer Zeit in den Bestseller Listen: „Für immer zuckerfrei“

Donnerstag, 21.03.2019

Hurra, der Frühling ist da!

Ist es nicht toll – die Sonne scheint, die Vögel zwitschern schon morgens um halb 6 fröhlich vor sich hin, die Menschen kommen wieder raus auf die Straße, im Gartencenter ist die Hölle los und überall ist gute Laune angesagt. So auch bei mir.

Die Waage ist zwar momentan „eingefroren“, aber ich fühle mich leichter und besser, geradezu beschwingt. Sind das schon die ersten positiven Auswirkungen vom Zuckerverzicht oder sind das einfach „nur“ Frühlingsgefühle? Wie dem auch sei, ich fühle mich gut und durch das schöne Wetter und die gute Laune fällt es mir noch leichter, ohne Zucker durch den Tag zu gehen. Generell beobachte ich mich dabei, wirklich regelmäßig etwas Obst zu essen. Grundsätzlich mehr, als ich sonst gegessen habe. Etwas Melone, ein Apfel und hier und da ein paar Heidelbeeren. Schmeckt gut, hat Vitamine und keinen zugesetzten Zucker.

Morgens starte ich meist mit Haferflocken, dazu Floh- und Chiasamen oder auch Leinsamen. Darauf kommt entweder ungezuckerte Sojamilch oder aber ungezuckerter Sojajoghurt. In meinen Kaffee kommt allerdings nach wie vor normale Milch – den Sojageschmack im Kaffee packe ich nicht. Noch nicht.

Vormittags dann zwischendurch am Computer vielleicht mal zwei, drei Stücke Obst oder ein paar Erdnüsse.

Mittags – total unterschiedlich. Tatsächlich gibt es so viele Möglichkeiten ohne Zucker zu essen, ohne dass die Vielfalt leidet. Fleisch / Wurst, die nicht verarbeitet wurde und somit ohne Zucker, Fisch, Reis, Nudeln, Gemüse, Salat... Man kann wirklich viele Dinge ohne Zuckerzusatz zubereiten, ohne dass einem etwas fehlt oder man sich um etwas betrogen fühlt.

Abends gibt es dann bei mir meistens was Leichtes – das war auch schon vor dem Zuckerverzicht so. Vielleicht etwas Knäckebrot mit Schinken (da muss man schon etwas suchen, aber auch im normalen Supermarkt findet man ungezuckertes Knäckebrot), Salat oder es gibt Joghurt mit Früchten.

Also satt werde ich auf jeden Fall immer! Bei den Getränken hatte ich auch etwas Bammel, weil ich gern auch mal was mit Geschmack trinke – reines Wasser ist zwar super, aber ab und an was anderes schmecken finde ich schon super. Tee ist da in seinen unendlich vielen Varianten super lecker oder aber auch Mineralwasser mit leichtem Zitrus- oder Limonengeschmack. Gibt es tatsächlich ohne Zucker und auch ohne Süßstoffe – zum Beispiel von Vöslauer. Bestimmt aber auch von anderen tollen Markenherstellern. Will ja hier keine Werbeveranstaltung machen.

Fazit nach anderthalb Wochen. Der Anfang war wie prophezeit nicht leicht, aber wenn sich die ersten positiven Begleiterscheinungen (wie z.B. Gewichtsverlust) zeigen, dann fällt es leichter. Dann ist es sogar überhaupt kein Problem, wenn der Kollege Chris vom "Mehr Musik Arbeitstag" mit einer VOLLEN Packung Duplo weiße Schokolade ins Studio kommt und mir etwas anbietet. Im gleichen Moment fiel ihm mein Zuckerfasten ein und er ist wieder rückwärts aus dem Studio raus und hat sich sogar entschuldigt. Aber hey, kein Problem. Es macht mir nichts aus, was Süßes vor der Nase zu haben.

Morgen geht’s nun nach Dublin – mit meiner Frau und den Nachbarn haben wir bereits im letzten Oktober diesen Städtetrip gebucht. Aus einer spontanen Bierlaune heraus. Und da sind wir auch schon beim Thema: Alkohol - Dublin ohne Alkohol. Das ist wie Ostern ohne Eier, Frühling ohne Sonne, AC/DC ohne Gitarren... Kurz: das geht doch nicht.

Irgendwo im Hinterkopf klingelt es noch bei mir – nicht alles an Alkohol ist tabu. Oder doch? Ich muss noch mal Anastasia, die ehemalige MTV Moderatorin befragen, die sich schließlich seit 13 Jahren zuckerfrei (und das sehr streng) ernährt.

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 5

Carsten holt sich Tipps bei Anastasia Zampounidis.

Was sie dazu sagt, hört ihr bei mir in der Show zwischen 15 und 20 Uhr und hier im Blog werde ich euch diesbezüglich auch auf dem Laufenden halten.

Ich melde mich aus Dublin. In diesem Sinne: Sláinte!

 

Montag, 18. März

DIE ERSTE GROßE FEUERPROBE

Etwas über eine Woche bin ich nun dabei – bzw. nicht mehr dabei, in der Zuckerwelt. Und das zurückliegende Wochenende war die erste Bewährungsprobe, denn ich war unterwegs: Ein Job in Hamburg als DJ auf einem Event und dazu ein Besuch bei Freunden und meinen Eltern. Doch der Reihe nach....

Zunächst die gute Nachricht: Trotz Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen und Bauchgrummeln in der ersten Woche habe ich diese gut überstanden und das auch mit mehr guter Laune als gedacht - sehr zur Freude meiner Frau und meiner Kinder. Insgesamt fühle ich mich gut. Der Verzicht auf Zucker ist aber nach wie vor immer mal wieder nicht leicht, denn das Zeug ist wirklich fast überall drin. Stellt euch vor, sogar in Tiefkühl-Spinat packen die Hersteller Zucker oder Traubenzucker rein. Selbst bei den teureren Markenherstellern ist das der Fall. Da kommt bei mir immer eine Frage auf: WARUM???

Mal ehrlich, was soll das? Zucker / Traubenzucker im Spinat? Was bringt das? Würde Popeyes Lieblingsspeise wirklich so viel anders schmecken OHNE Zucker? Oder ist es einfach mal wieder nur ein billiges Füllmaterial? Auf jeden Fall machen solche Entdeckungen es manchmal tatsächlich etwas schwerer. Ihr könnt euch ja vorstellen, wenn schon im Spinat die Zuckerfalle lauert, wo sonst noch überall das weiße Zeug drin ist.

Aber dank der mega Unterstützung meiner Frau läuft es wirklich gut und der erste positive Nebeneffekt ist tatsächlich auch da: Nach einer Woche1,2 kg weniger auf der Waage – ohne zu hungern. Bämm! Das ist die Motivation, die ich brauche.

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 4

1000 Dank an eine liebe Frau Sandra, die hier wieder mal zeigt: Zuckerfrei leben ist trotzdem lecker und macht satt! Glutenfreie Nudeln, Spargel, Avocado, grüne Pesto, gebratenes Hähnchen Geschnetzeltes 

Doch nun die Herausforderung – mein Trip nach Hamburg. Das Buffet beim Event die erste Herausforderung... Einfach nichts essen? Der Bauch sagt aber: Hunger! Dann schauen wir uns das mal genauer an und siehe da. Es gibt Salat, den ich mir selbst nur mit Öl und Zitrone anmachen kann, dazu gibt es Melone mit Schinken (ohne Zuckerzusatz), Lachs und beim Nachtischbuffet gibt es auch Obst, das ich bedenkenlos essen kann... Auch wenn das Käse-Sahne Dessertglas so verführerisch aussieht, ich schaffe es, mich zuückzuhalten („Mensch, Carsten – denk dran – schon über ein Kilo weniger in einer Woche“).

Nun aber Besuch bei den Eltern, die in der Nähe von Hamburg leben. Erfahrungsgemäß ist das immer so eine Sache. „Der Junge muss doch gut essen!“

„Wollen wir Kaffeetrinken?“, fragt meine Mutter. Klar, gern! Doch dann kommt sie: DIE KUCHENATTACKE - direkt vor meinen Augen, eine Art russischer Zupfkuchen. Oh nein, das ist Folter. Aber ich bin stark. Kaffee allein muss reichen und ich treffe tatsächlich auf Verständnis. Zum Abendessen gibt es italienische Antipasti: Tomate-Mozzarella, Schinken, Salat, Gemüse, dunkles Brot ohne Zucker.

Rückflug nach München – in der Maschine die nächste Versuchung. Der Müsliriegel – ohne Zuckerzusatz steht da... Echt jetzt? Maltit ist als Süßungsmittel drin. Hm? Was ist das genau?

Bei Wörtern wie Dextrose weiß ich mittlerweile: Finger weg, das ist Zucker bzw. Traubenzucker. Aber Maltit? Schöne neue Welt. Was sagt Wikipedia? „Maltit (E 965, auch Maltitol) ist ein Zuckeraustauschstoff, der durch Hydrierung von Maltose hergestellt wird. Maltit gehört wie Sorbit, Mannit, Xylit, Isomalt und Erythrit zur Gruppe der Polyole und wird vor allem in zuckerfreien und kalorienreduzierten Lebensmitteln verwendet.“

Aha, ein Zuckeraustauschstoff. Was hatte mir die TV Moderatorin und Zuckerfrei-Profi Anastasia gesagt? Du kannst sowas wie eine Cola Light oder Zero MAL trinken, das ist nicht verwerflich. Da sind aber Zuckeraustausch-Stoffe drin, die zwar kein Zucker sind, aber die Süße, die dadurch in dem Getränk oder auch Essen drin ist, die fördert dann wiederum den Heißhunger und man quält sich unter Umständen.

Aufgrund von Zeitmangel hatte ich aber noch nichts gefrühstückt, also ausnahmsweise darf es der Müsliriegel mit Zuckeraustauschstoff sein. Trotz allem bleibt ein kleines, schlechtes Gewissen.

Aber was soll ich sagen – Feuerprobe bestanden. Versuchungen widerstanden, den Kurs gehalten. Aber beim Blick auf den Kalender stelle ich fest, die nächste Probe kommt schon bald: Das Dublin-Wochenende, das wir gemeinsam mit unseren Nachbarn gebucht haben, lange bevor ich das Zuckerfasten überhaupt im Kopf hatte... Noch vier Tage bis dahin.

Mehr dazu lest ihr ganz bald hier und gibt es auch weiterhin bei mir in der Show, täglich von 15 bis 20 Uhr.

Mittwoch, 13. März

DIE ERSTEN 5 TAGE OHNE ZUCKER

Wie heißt es doch so schön – man muss nicht jeden Trend mitmachen. Nach den ersten fünf Tagen denke ich mir: Stimmt, muss man nicht. Nur weil viele Promis und teilweise auch Sportler drauf schwören, muss man es ja nicht gleich nachmachen mit dem Zuckerfrei-Leben.

Ihr merkt schon, der Enthusiasmus hat bei mir etwas nachgelassen. Die ersten Tage waren wahrlich kein Zuckerschlecken. So gut mein morgendlicher Haferbrei mit Floh- und Chia Samen und Datteln als süße Beigabe auch schmeckt. Tagsüber kommt dann doch oft der alte Trott wieder hoch. Der Körper will was SÜßES!!! Jetzt heißt es: Nicht schwach werden, vorbeigehen an der Schale mit den Süßigkeiten für die Kinder, keinen Krapfen während der Sendung und bloß nicht zugreifen, wenn unser Producer Daniel wieder ´ne Runde Schokoriegel schmeißt.

Stattdessen vielleicht ein, zwei Datteln oder ein paar Nüsse. Die Hauptmahlzeiten sind super – es schmeckt alles, es fehlt mir tatsächlich keine Süße daran.

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 3

Zuckerfrei Essen heißt nicht, dass man auf leckere Sachen verzichten muss. Gebratene Hähnchenbrust mit Bratkartoffeln und Salatbeilage (Dressing selbstgemacht, ohne Zucker)

Aber ich merke, dass mein Körper auf einer Art Entzug ist: Nebenbei machen sich immer mal wieder Kopfschmerzen breit und in meinem Magen geht’s ziemlich rund. Blubbern, Glucksen, mal auch ein leichtes Ziehen... Es passiert was...

„Alles normal!“, hatte mir Anastasia Zampounidis auch schon im Gespräch gesagt. Die TV Moderatorin verzichtet seit 13! Jahren auf Zucker. Die ersten Tage sind - ähnlich wie beim Alkohol- oder Drogenentzug - die härtesten. Der Körper verlangt nach seinem Stoff. In diesem Fall ist das Zucker. Er macht in der Tat süchtig, darum ist der Ausstieg in der ersten Zeit auch nicht leicht. „Sei´s drum, das wird jetzt durchgezogen“, sag ich immer wieder zu mir selbst. Zudem finde ich es auch wirklich spannend, dass der Körper tatsächlich so schnell und intensiv darauf reagiert. Nach der ersten Woche sollen diese „Entzugserscheinungen“ vorbei sein. Das heißt, ich habe es bald geschafft.

Was mich tatsächlich weiterhin motiviert sind die angekündigten Nebeneffekte, wenn man es durchzieht. Mehr Energie, mehr Wohlbefinden und auch Gewichtsverlust – ohne Sport nebenbei zu machen. Wobei ich mich gar nicht vor dem Joggen drücken will, wenn da aber auch so schon mal was geht, dann bin ich nicht abgeneigt. Was passiert erst, wenn ich im Frühling wieder mit dem Laufen starte?! Ob Heidi Klum nicht vielleicht auch mal ein männliches Model sucht (hahaha)?!

Die erste Woche ist also bald vorbei, die Entzugserscheinungen dürften weniger werden. Wird es dann auch zunehmend leichter, an den Leckereien vorbeizugehen? Was sagt die Waage? Ist schon was weg vom Speck?

Ich halte euch hier und in meiner Sendung – täglich von 15 bis 20 Uhr auf TOP FM - auf dem Laufenden.

Montag, 11. März

Da habe ich mir ja ganz schön was eingebrockt. Zuckerfrei leben – zumindest in der Fastenzeit. Immerhin machen das derzeit viele Promis und alle schwärmen davon. Besseres Lebensgefühl, mehr Energie, bessere Haut und man nimmt auch noch ab ohne zu Hungern. Klingt doch super!

Also habe ich mich schlau gemacht und zu diesem Thema hier in Deutschland eine wahre Expertin gefunden: Anastasia Zampounidis, ehemalige MTV Moderatorin. Sie lebt seit 13 Jahren zuckerfrei und fühlt sich bombig dabei. Abgesehen davon – wer sie sieht, errät nie ihr richtiges Alter.

Also gut, zuckerfrei leben... Was heißt das denn tatsächlich? Klar, Schokolade, Süßigkeiten, Cola, Ketchup, süßer Senf, Krapfen, Kuchen... Bye, bye! Aber was ist mit dem versteckten Zucker?! Da sind wir wieder am Anfang: Das wird kein Zuckerschlecken – im wahrsten Sinne des Wortes! J Habt ihr mal geschaut, wo überall Zucker bzw. Zuckerformen drin sind? In fast allen verarbeiteten Lebensmitteln. Nudelsaucen, Wurstwaren wie Aufschnitt oder auch in Wienerle, Joghurt, Aufstrich (auch die Gemüseaufstriche). Außerdem auch in vermeintlich gesunden Sachen wie Rotkraut. Wenn ihr das fertig kauft, dann ist auch da Zucker drin und zwar eine ganze Menge!

Wenn man das mal alles durchgeht, dann bleibt scheinbar auf den ersten Blick nicht mehr viel übrig. Ihr wisst schon – eingebrockt und so...

ABER: Es gibt dann aber doch noch eine Menge an Lebensmitteln, die man ohne großen Aufwand zu betreiben, essen kann. Und das auch OHNE zu hungern. Selbst für den kleinen Knabberappetit zwischendurch. Statt Schokolade dürfen es dann gern zwei, drei Datteln sein. Von der Süße her ähnlich, aber voller Ballaststoffe, also mega-gesund. Wer herzhaft naschen will, darf zu Nüssen greifen. Ja, die haben viele Kalorien und viel Fett, aber das sind gesunde Fette. Bei der zuckerfreien Lebensweise heißt es nämlich auch: Keine Angst vor Kalorien.

Mit diesen Informationen von Anastasia habe ich mich dann zum Einkauf begeben und ich bin nicht mit leeren Händen wiedergekommen.

Das ist alles in die Verbotszone gerutscht für mich (meine Kinder Lara und Nils haben sich gefreut – endlich bleibt Papa vom Ketchup weg und es bleiben mehr Süßigkeiten und Chips für uns): 

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 1

Und das ist unter anderem beim ersten Einkauf mit nach Hause gekommen: 

40 Tage ohne: Carsten´s Anti-Zucker-Blog - Bild 2

Na dann, los geht’s! 

Wie wird es sein? Heißhunger? Schlechte Laune? Heimliche, nächtliche Naschereien am Kühlschrank? Verzweiflung? Abbruch nach den ersten Tagen? Oder doch alles leichter als gedacht?

Wie es mir in den ersten Tagen zuckerfrei erging, das findet ihr Mitte der Woche hier im Blog und hört ihr auch immer wieder bei mir in der Show von 15 bis 20 Uhr.

Wer auch Interesse an dem Thema hat, hier mein Buchtipp für euch: Anastasia Zampounidis „Für Immer Zuckerfrei“, erschienen bei Lübbe.

 

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