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Buchsbaumzünsler - Alles was Ihr wissen müsst

Die Gärten bei uns in der Region verändern sich seit einigen Jahren – teils radikal. Schuld hat der Buchsbaumzünsler. Hier erfahrt Ihr alles, was ihr über den Schädling wissen müsst.

Buchsbaumzünsler - Alles was Ihr wissen müsst

Was ist der Buchsbaumzünsler?

Es handelt sich um einen Schmetterling. Die Schmetterlingsweibchen legen ihre blassgelben und linsenförmigen Eier vor allem an der Unterseite der äußeren Blätter ab. Hat es konstant über sieben Grad Celsius, schlüpfen die Raupen nach drei Tagen. Diese leben meist zehn Wochen lang, im Sommer auch deutlich kürzer. Dann verpuppen sie sich in Kokons und werden nach etwa einer Woche zu Faltern. Die leben nur rund neun Tage lang.

Woher kommt der Buchsbaumzünsler?

Er stammt eigentlich aus Ostasien. Durch Pflanzenimporte kam auch der Schädling zu uns. 2006 wurde er das erste Mal in Deutschland gefunden. Seit 2015 hat er sich weitflächig verbreitet auch überall bei uns in der Region.

Warum ist der Buchsbaumzünsler so gefährlich?

Die Raupen fressen bei uns nur Buchsbäume. Aber nicht nur die Blätter, sondern auch die Triebe. Und so können sie einen Buchsbaum tot fressen. Dazu vermehrt sich der Schmetterling rund drei Mal im Jahr bei uns. Und die Weibchen suchen für ihre Eier vor allem Buchsbäume, die noch nicht befallen sind. So verbreitet sich der Schädling rasant und immer weiter.

Kann ich meine Buchsbäume vor einem Befall schützen?

Nur mit engmaschigen Netzen. Ansonsten gibt es keinen Schutz, der wirklich funktioniert.

Wie erkenne ich, wenn mein Buchsbaum befallen ist?

Am Besten ist es, man hängt im Garten sogenannte Gelbtafeln auf. Da bleiben dann die Schmetterlinge hängen, und so weiß man schon mal, das Ungemach drohen kann. Der erwachsene Falter ist weiß gefärbt und hat leicht silbrig schimmernde, braun gesäumte Flügel. Er wird etwa 40 Millimeter breit und 25 Millimeter lang. Ansonsten die Unterseite der äußeren Blätter überprüfen, ob darauf blassgelbe und linsenförmige Eier zu sehen sind. Die sind meistens im Außenbereich der Pflanze uns in einem dicht gepackten „Eispiegel“. Wenn die Larven schlüpfen, machen sich die wenige Millimeter großen Raupen gleich auf den Weg ins geschützte Innere des Strauches. Dort verstecken sie sich oft in weißen Gespinsten und beginnen zu fressen. Die Raupen werden mit jedem Larvenstadium größer, bis sie am Ende maximal fünf Zentimeter lang, grün-gelb und mit schwarzen und weißen Streifen sind. Je größer, desto mehr sind sie im Außenbereich des Buchsbaumes unterwegs. Hier erkennt man einen Befall sehr leicht, weil die Blätter abgefressen werden und auch die Rinde vertilgt wird. Ganze Teile des Buchsbaumes sterben so ab. Am Ende verpuppen sie sich in einem etwa zweit Zentimeter langen Kokon, bevor sie ein Falter werden.

Was soll ich bei einem Befall tun?

Wenn Ihr den Schädling früh entdeckt, könnt Ihr den Buchsbaum mit einem harten Wasserstrahl abwaschen, damit die Larven vom Baum gepustet werden. Dazu empfiehlt sich der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln.

Ist der Baum schon stärker befallen (vor allem die Rinde schon angegriffen), muss er kräftig zurückgeschnitten werden, meist um die Hälfte. Oft treibt der Buchsbaum neu auf und kann so gerettet werden. Teils ist aber jede Hoffnung schon verloren, und der Buchsbaum muss komplett entsorgt werden.

Was ist bei der Entsorgung zu beachten?

Eine weitere Ausbreitung des Buchsbaumzünslers muss verhindert werden. Daher sollte das Schnittgut oder auch der komplett gefällte Baum gut verpackt werden, bevor er irgendwo hingebracht wird. Nicht das die Raupen herunterfallen und einen neuen Baum finden. Außerhalb von Ortschaften kann das betroffene Schnittgut verbrannt werden. Oder ihr bringt es zu Wertstoffhöfen mit Gartenabfallcontainern.

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