15:16:19 Gleich geht's weiter mit den besten Songs aus 4 Jahrzehnten.

Die größten Mythen rund um's Fliegen

Ist der Flugmodus wirklich unsinnig und gibt es in vielen Flugzeugen tatsächlich keine 13. Reihe? Zum Start in die Sommerferien sind wir den größten Mythen rund um's Fliegen auf den Grund gegangen:

Die größten Mythen rund um's Fliegen

Bei vielen Menschen in Stadt und Land geht es in den Ferien mit dem Flugzeug in die beliebten Urlaubsziele - nach Mallorca, auf die Kanarischen Inseln oder noch weiter weg. Hinter dem Reisen mit dem Flugzeug stecken viele Mythen. Wir haben uns mit den Größten beschäftigt.

Mythos Nr. 1: Tomatensaft schmeckt im Flieger besser

Das stimmt! Tomatensaft schmeckt an Bord besser als am Boden. Hoch oben ist der Saft süß, riecht stärker nach Tomaten und hat ein ganz anderes Aroma. Am Boden wiederum wird das Getränk als lasch und muffig empfunden. Das liegt daran, dass die Geschmacksschwelle bei niedrigem Druck höher ist. Dazu kommt natürlich auch noch der Nachahmer-Effekt. Die Lufthansa zum Beispiel kommt pro Jahr auf etwa 1,7 Millionen Liter Tomatensaft. Zum Vergleich: Es werden „nur“ rund 1,65 Millionen Liter Bier im Jahr ausgeschenkt.

Mythos 2: Ein Flugzeug, das vom Blitz getroffen wird, stürzt ab
Das stimmt zum Glück nicht. Flieger sind, ähnlich wie Autos, nicht geerdet. Wird ein Flugzeug nun von einem Blitz getroffen, so tritt dieser ganz einfach wieder aus. Übrigens: Jede Maschine wird im Durchschnitt ein Mal im Jahr von einem Blitz getroffen.

Mythos 3: Blähungen treten über den Wolken häufiger auf
Ja, dieser Mythos stimmt. Ab einer Flughöhe von ungefähr 3.500 Metern sammeln sich, verursacht durch den niedrigen Luftdruck, verstärkt Gase im Darm. Deshalb muss man dann doch mal Luft ablassen. Begünstigt wird dieser Effekt durch das Essen und die mangelnde Bewegung an Bord. Um Blähungen zu vermeiden sollte man deswegen auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten.

Mythos 4: Pilot und Copilot essen nie dasselbe Gericht
Zumindest wird dazu geraten. Denn im Falle einer Lebensmittelvergiftung ist dann zumindest ein Pilot noch einsatzbereit. Wie oft es dabei zum Streit ums Essen kommt ist aber nicht bekannt.

Mythos 5: Mobiltelefone stören die Bordelektronik
Das stimmt nicht. Durch die Handystrahlung kann es aber passieren, dass der Pilot Störgeräusche empfangen könnte. Zwar ist das heutzutage, dank der modernen Technik sehr unwahrscheinlich, aber es kommt dennoch manchmal vor. Im Extremfall kann es dann dazu führen, dass im Notfall wichtige Funksignale nicht verstanden werden können. Deshalb gilt trotzdem: elektronische Geräte aus- oder in den Flugmodus schalten!

Mythos 6: Flugbegleiter trinken keine warmen Getränke
Traurig aber wahr: Viele Flugbegleiter trinken, egal wie müde sie auch sind, keinen Kaffee. Das liegt daran, dass sie sich davor ekeln. Denn das Wasser wird oft aus einem Wasserhahn genommen und nicht aus einer Flasche. Dieses Wasser stammt aus dem Tank des Flugzeuges. Stichproben haben ergeben, dass unglaubliche 13 Prozent der getesteten Wassertanks Coliforme-Bakterien enthielten. Bei zwei Flugzeugen wurden sogar gefährliche Kolibakterien gefunden. Das liegt daran, dass es im Ermessen der Fluggesellschaft liegt, wann und wie oft die Tanks geleert werden.

Mythos 7: Die Plätze am Notausgang sind die sichersten
Das stimmt nicht. Da die Sicherheit in Flugzeugen mit am wichtigsten ist, ist jeder Platz „gleich sicher“. Wer sich aber sicherer fühlen möchte, der sollte sich auf jeden Fall in die Nähe der Notausgänge setzen und sich über genaue Sicherheitsbestimmungen informieren, denn da spielt die Psyche eine große Rolle.

Mythos 8: Im Flugzeug gibt es keine 13. Sitzreihe
Das stimmt, zumindest meistens. Viele Fluggesellschaften, wie Lufthansa oder Condor haben tatsächlich keine 13. Sitzreihe. Das liegt daran, dass Freitag der 13. im Volksglauben als ein Tag bekannt ist, an dem besonders viele Unglücke passieren. Auch die Reihe 17. wird öfter ausgelassen, da diese Nummer in Brasilien eine negative Bedeutung hat.

Mythos 9: Passagiere können durch ein kaputtes Fenster gesaugt werden
Dieser Mythos stimmt nicht. Im Passagierraum ist das aufgrund der Doppelverglasung und des kleinen Fensters nicht möglich. 1990 ereignete sich aber um ein Haar ein schrecklicher Vorfall im Cockpit. Wegen des Druckabfalls wurde der Pilot fast aus einem zerstörten Fenster gezogen. Glücklicherweise konnte das allerdings durch einen Flugbegleiter verhindert werden.

Mythos 10: Kabinentüren lassen sich während des Fluges öffnen

In Spielfilmen sieht man dieses Szenario zwar immer wieder, physikalisch ist das aber überhaupt nicht möglich. Man müsste die Tür erst nach innen ziehen, damit sie dann nach außen aufgeht. Durch den großen Luftdruckunterschied ist das nicht möglich.

Mythos 11: Flüge von Osten nach Westen verursachen weniger Jetlag
Dieser Mythos stimmt. Man verliert sozusagen Zeit, wenn man nach Osten reist. Das liegt daran, dass sich der Tag verkürzt und die innere Uhr sich zurückstellen muss, um sich anzupassen. Es ist deswegen einfacher nach Westen zu fliegen, denn da gewinnt man Zeit.

Mythos 12: Während eines dreistündigen Fluges verliert man 1.5 Liter Wasser
Das stimmt. Als Daumenregel können wir uns vorstellen: Beim Fliegen verlieren wir etwa so viel Flüssigkeit wie beim Joggen, nur ganz ohne Schwitzen sondern über die Haut und Atmung. Auch das Wetter hat einen Einfluss auf unseren Flüssigkeitsverlust. Genauso wie auf dem Boden verlieren wir an einem heißen, trockenen Sommertag mehr Flüssigkeit als an einem kühlen Herbsttag. Also viel trinken!

Mythos 13: Ein Flugzeug ist das sicherste Transportmittel
Leider stimmt das nicht ganz. Das sicherste Transportmittel ist der Aufzug. Das Flugzeug steht zwar auf der Liste der sichersten Transportmittel mit ganz oben, der Fahrstuhl toppt das ganze aber noch mal. Mit dem Fahrstuhl kommt Ihr allerdings nicht einmal annähernd so weit.

Mythos 14: Sonnenblenden müssen bei Start und Landung hochgeklappt sein
Das stimmt. Und dieser Mythos hat eine ganz einfache und plausible Erklärung: Im Falle einer Notlandung ist es für die Flugbegleiter wichtig zu wissen, auf welcher Seite des Flugzeuges es besser ist, die Fluggäste zu evakuieren. Es würde Zeit verloren gehen die Blenden dann erst einzeln aufmachen zu müssen. Aus diesem Grund wird auch die Beleuchtung gedimmt oder sogar ausgeschaltet. Denn wie wir das alle kennen müssen sich die Augen erst an die Lichtverhältnisse außen gewöhnen.

Mythos 15: Toiletten werden während des Fluges entleert
Das ist bloß eine Legende. Alle Substanzen, die in der Toilette hinuntergespült werden, speichert ein Tank. Dieser wird dann nach der Ankunft im Zielflughafen entleert. Das Waschwasser aus den Handwaschbecken wird allerdings fein zerstäubt und an die Atmosphäre abgegegen.

Richtig oder falsch? - Toiletteninhalt wird während des Flugs einfach in die Luft entleert

Falsch. Kot und Urin, kurz gesagt alles, was in der Flugzeugtoilette landet, wird in einem speziellen Tank aufbewahrt, der nur von außen geöffnet werden kann. Es ist also unmöglich für das Bordpersonal, den Tank während des Flugs zu leeren.

Wenn Ihnen übrigens jemand berichtet, auf ihm wären menschliche Ausscheidungen „gelandet“, handelt es sich in beinahe 100 Prozent der Fälle um die Hinterlassenschaften von Vögeln – was zumindest bedingt angenehmer ist.

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