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Die neue Datenschutgrundverordnung gilt

Seit heute gilt die neue Datenschutzgrundverordnung der EU. Was das für Euch bedeutet und was Ihr sonst dazu wissen müsst, erfahrt Ihr hier:

 

Die neue Datenschutgrundverordnung gilt

Ab heute gilt in der EU ein einheitlicher Datenschutz. Seit zwei Jahren gibt es die DSGVO die Datenschutzgrundverordnung schon, aber ab jetzt muss sie von allen 28 EU-Staaten auch angewendet werden. Die Verordnung sorgt dafür, dass die Verarbeitung von persönlichen Daten durch Unternehmen, Vereine oder Behörden strenger geregelt werden als bisher.

Das heißt, alle EU-Bürger müssen ab sofort immer darüber informiert werden, wer personenbezogene Daten wie Name, Adresse, E-Mailadresse und Ausweisnummer sammelt und speichert. Vor allem müssen sie auch über den Grund der Speicherung informiert werden und dazu zustimmen. Alle anderen Informationen die ein Unternehmen gesammelt hat und die nicht mehr benötigt werden, sollen ab sofort komplett gelöscht werden.

Wenn ein Bürger Informationen zu seinen abgegebenen Daten haben möchte, muss auf Anfrage eine Auskunft darüber zur Verfügung gestellt werden. Sollten Unternehmen oder Organisationen dagegen verstoßen, drohen satte Geldstrafen. Unter anderem sind dann Zahlungen von bis zu 20 Millionen Euro oder 4 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes, an Strafe abzugeben.


Die EU möchte damit den EU-Bürgern wieder mehr Macht über Ihre eigene Daten geben. Verbraucher- und Datenschützer sehen diese Regelung als Meilenstein der Daten Zurückgewinnung.

Für alle kleinen Unternehmen und Vereine bedeutet das vor allem eins: Mehr bürokratischer Aufwand.

 

Doch was heißt das jetzt für mich und wie kann ich mir sicher sein, dass ich keine Strafen zahlen muss?

Hier das Wichtigste:

  1. Wer ist betroffen?
    Alle Unternehmen, Sportvereine, Handwerker, Blogger und Betreiber von Internetseiten und Internetdiensten, die persönliche Daten wie Namen, Kontonummer und Email-Adressen von Kunden und Nutzern anfordern und verarbeiten.

  2. Was müssen Betreiber tun?
    Von Experten wird geraten, dass vor allem kleinere Internetseiten sich einen Überblick über ihre sogenannten Plug-ins zu verschaffen. Die laufen meistens auf der eigenen Website im Hintergrund und speichern personenbezoge Nutzerdaten. Wenn diese Plug-ins nicht gebraucht werden, wird geraten sie abzuschalten.
    Dazu muss im Impressum eine Datenschutzerklärung hinterlegt werden, die mit der Datenschutzgrundverordnung konform ist.

  3. Welche Risiken entstehen für Nutzer?
    Ab sofort sollte man nicht mehr einfach nur auf „Zustimmen“ drücken, wenn Nutzungsbedingungen aufpopen. Also alles gut durchlesen! Denn es kann sein, dass Anbieter ab sofort unter dem Vorwand der DSGVO versuchen werden, sich mehr Rechte einzuräumen.

  4. Was kann man bei Missbrauch der Daten machen?
    Ein Missbrauch oder eine Missbrauchsvermutung der Daten, kann bei den Landesdatenschutzbehörden gemeldet werden.

  5. Welche Folgen hat das für Unternehmen, Website-Betreiber etc.?
    Die Datenschutzerklärungen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen müssen ab sofort verständlicher formuliert werden. Damit werden sie aber in der Regel auch länger als bisher gewohnt.
    Alle Unternehmen, Website-Betreiber Organisationen etc. müssen jetzt um eine Zustimmung bitten, die ihnen erlaubt personenbezogene Daten zu erheben und zu verarbeiten. Dazu gilt, es dürfen nur die Informationen erfasst werden, die zum Beispiel für einen Vertrag, notwendig sind. Betreiber von Internetseiten müssen außerdem in einem „Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeit“ genau festhalten, welche Daten wann, wie und warum erhoben werden und wie sie weiterverarbeitet wurden.

  6. Welche Probleme können noch auftreten?
    Im Einzelfall kann die Umsetzung der Probleme verursachen. Zum Beispiel bei Handwerkern, die den Messenger Whatsapp auf ihrem Diensthandy verwendet haben um sich von Kunden Fotos für die Reparatur schicken zu lassen. Es ist rechtlich so, dass die Bilder damit an das Unternehmen Whatsapp übertragen werden, ohne dass der Kunde eine explizite Zustimmung dazu gegeben hat. Auch Blogger kommen jetzt in Schwierigkeiten, wenn sie Statistikprogramme auf Ihrer Internetseite eingebaut haben, um die Nutzungsstatisik ihrer Seite zu messen. Denn ab jetzt müssen die Nutzer mit einer Datenschutzerklärung darauf hingewiesen werden.

  7. Was und wie hoch sind die Strafen?
    Besonders für große Unternehmen können die Strafen bei Verstößen sehr drastisch sein. Dabei sind Bußgelder in Höhe von bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu 4 Prozent des weltweiten Umsatzes möglich.
    Betreiber kleinerer Internetseiten, Vereine, Schulen, Blogger etc. sind nicht im Fokus der Behörden.

 

Genauere Informationen zum neuen Datenschutzgesetz findet ihr auf der Website www.deinedatendeinerechte.de und bei den Datenschutzbehörden.

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