15:12 Pompeii von BASTILLE

Verseuchte Eier auch bei uns in Bayern

Alarm auf dem Frühstückstisch! Der Skandal um verseuchte Eier aus den Niederlanden weitet sich immer mehr aus. Auch in den Freistaat sind Hunderttausende solcher Eier verkauft worden. Alles was Ihr wissen jetzt müsst, könnt Ihr hier nachlesen:

Verseuchte Eier auch bei uns in Bayern

Der Skandal um belastete Eier ist offenbar größer als angenommen. Niedersachsens Agrarminister Meyer sagte, man habe neue Informationen, dass nicht nur drei Millionen, sondern zehn Millionen niederländische Eier in deutschen Supermärkten verkauft worden seien. Knapp 270.000 betroffene Eier sind in den Freistaat geliefert worden. Meyer glaube, der Höhepunkt des Skandals sei noch nicht erreicht. Aldi hat unterdessen sämtliche Eier aus seinem Sortiment genommen. Der Discounter kauft nur noch Eier an, die negativ auf das Insektengift Fipronil getestet wurden.

Edeka, Rewe und Lidl wollen trotz des Eier-Skandals erstmal weiter Eier verkaufen. Belastete Eier aus den Niederlanden wurden bereits aus den Regalen genommen. Die weiteren Enwicklungen werden abgewartert.

Mit was sind die Eier belastet?

Sie sind mit dem Pflanzenschutzmittel Fipronil belastet. Das Mittel wird auch bei Tieren eingesetzt, um sie gegen Zecken und Flöhe zu schützen. Aber die Anwendung bei Tieren, die Lebensmittel liefern, ist verboten. Das Problem: Der Hersteller eines Anti-Läusemittels hatte Fipronil in seine Lösung gemischt. Und das haben wahrscheinlich 180 Betriebe in den Niederlanden benutzt.

Wie gefährlich ist es, wenn ich so ein verseuchtes Ei esse?

Bei Erwachsenen passiert nichts. Dafür ist die bisher gemessene Belastung nicht hoch genug. Allerdings gab es einen Spitzenwert, der ein akutes Gesundheitsrisiko für Kinder darstellt. Die anderen Werte waren aber auch dort niedrig genug.

Sollte man jetzt erst Mal keine Eier aus den Niederlanden essen?

Wer auf den Nummer sicher gehen möchte, sollte die Finger davon lassen. Man erkennt diese übrigens ganz einfach. Auf jedem Ei ist ein Code abgedruckt. Zuerst steht eine Zahl und dann folgt das Länderkürzel. Bei den Niederlanden ist das „NL“.

Bei Rewe und Penny wurden jetzt schon alle niederländischen Eier aus dem Sortiment genommen. Aldi Süd und Aldi Nord nehmen deutschlandweit sogar sämtliche Eier aus dem Verkauf. Ab sofort dürften nur noch Eier an Aldi geliefert werden, die nachweislich negativ auf das fipronilhaltiges Anti-Läusemittel getestet worden seien, so das Unternehmen.

In Bayern wird vor folgenden Chargen gewarnt:

2-NL-4272201, 2-NL-4272202, 1-NL-4112901, 2-NL-4272301, 0-NL-4352601, 2-NL-4207903, 1-NL-4331901, 1-NL-4035701, 1-NL-4339912, 1-NL-4339301, 1-NL-4359801, 0-NL-4352602, 0-NL-4031001, 2-NL-4167901, 1-NL-4167902, 2-NL-4212103, 2-NL-4332602, 2-NL-4385702, 1-NL-4385701, 1-NL-4402101

Wer solche Eier schon zu Hause hat soll sie entweder wegwerfen oder in den Ladenzurückbringen.

In anderen Bundesländern wird vor folgenden Chargen gewarnt:

0-NL-4310001, 0-NL 4385501, 0-NL 4392501, 1-NL 4128604, 1-NL-4167902, 1-NL 4286001, 1-NL-4331901, 1-NL-4339301, 1-NL-4339912, 1-NL-4359801, 1-NL-4385701, 2-NL-4015502, 2-NL-4332601, 2-NL- 4385702, 1-DE-0357731.

In den Niederlanden empfehlen die Behörden, Eier mit dem Stempelaufdruck X-NL-40155XX ( "X" steht für alle Zahlen von 0 bis 9) nicht zu verzehren.

Ihr könnt auch hier prüfen, welche Codenummern bei Eiern betroffen sind. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, das in den nächsten Tagen auch immer wieder zu machen. Der Grund: die Ermittlungen sind eben noch nicht abgeschlossen - es kommen immer mehr Codes dazu.

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